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Selbstangetriebene Curved-Laufbänder im Vergleich

Ein selbstangetriebenes Curved-Laufband hat keinen Motor: Der Läufer treibt das Band an, das Band steht still, sobald der Läufer stehen bleibt, und keine Maschine gibt eine Höchstgeschwindigkeit vor. Fünf Hersteller sind in diesem Überblick vertreten. Das iGreenMill, gebaut von Ive Outdoor in Polen, ist das einzige Gerät für den dauerhaften Außeneinsatz; Woodway, Assault, TrueForm und Technogym bauen Indoor-Geräte für gewerbliche Studios und Sportmannschaften. Dieser Überblick vergleicht sie nach Antriebskonzept, Lauffläche, Werkstoff, Normen und vorgesehener Umgebung - auf Basis der jeweils veröffentlichten Herstellerangaben.

Warum die Krümmung, und warum kein Motor

Ein motorisiertes Laufband gibt das Tempo vor, und Sie halten mit. Ein Curved-Laufband dreht das um: Das Band bewegt sich nur, weil Sie es nach hinten schieben, und die Krümmung sorgt dafür, dass Ihr Fuß vorn auf einer abfallenden und hinten auf einer ansteigenden Fläche landet. Ein Schritt nach vorn auf der Krümmung beschleunigt, ein Zurückgleiten verlangsamt. Bleiben Sie stehen, steht auch das Band.

Daraus folgen drei Konsequenzen - und sie erklären, warum sich die Bauart im Sprint- und Intervalltraining durchgesetzt hat:

  • Kein Tempolimit. Nichts begrenzt das Band auf 20 km/h. Das Gerät läuft so schnell, wie der Sportler es antreiben kann.
  • Kein Motor, der ausfallen kann, und kein Netzkabel. Der Antriebsstrang ist rein mechanisch - ein Band oder Rollen auf Lagern. Es gibt nichts einzustecken.
  • Sofortiger Stopp. Das Band kann einem stolpernden Läufer nicht davonlaufen, weil es sich nur bewegt, solange er läuft.

Der letzte Punkt und das fehlende Netzkabel sind zugleich der Grund, warum dies die einzige Laufbandbauart ist, die im Freien überhaupt funktioniert. Ein motorisiertes Laufband im Park bräuchte Netzstrom, ein wetterfestes Motorgehäuse und Elektronik, die Frost übersteht - weshalb es praktisch niemand baut. Nimmt man den Motor weg, verlagert sich das Problem von der Elektrotechnik in die Metallurgie.

Was die Geräte tatsächlich unterscheidet

Die Geräte unterscheiden sich stärker, als sie aussehen. Vier Punkte trennen sie:

  • Lauffläche. Die meisten Indoor-Geräte nutzen ein Lamellenband - Lamellen aus Gummi oder TPU auf Lagern, ausgelegt für sehr hohe Laufleistungen. Das iGreenMill setzt stattdessen auf Rollen aus Edelstahl, weil ein Lamellenband mit Gummi- oder Gewebekern Jahre aus Regen, Frost und UV-Strahlung nicht übersteht.
  • Tiefe der Krümmung. Die Krümmungen reichen von sehr flach bis steil. Eine steilere Krümmung lässt das Band leichter beschleunigen; eine flache Krümmung fühlt sich näher am Laufen auf dem Boden an. Das ist der mit Abstand größte Unterschied im Laufgefühl.
  • Widerstand. Manche Geräte legen einen Magnetwiderstand über die Eigenleistung des Läufers und machen das Laufband so zusätzlich zum Schlitten- und Krafttrainer.
  • Einsatzumgebung. Dieser Punkt wird meist übersehen. Gewerbliche Indoor-Geräte sind für den Studioboden gebaut. Die dauerhafte Installation im Freien ist eine völlig andere Spezifikation: Korrosion, Frost, UV-Strahlung, Vandalismus - und in Europa die Norm EN 16630 für unbeaufsichtigte Outdoor-Fitnessgeräte.

iGreenMill (Ive Outdoor, Polen)

Das iGreenMill ist ein gekrümmtes, selbstangetriebenes Laufband für die dauerhafte Installation im Freien - das einzige Gerät dieser Kategorie in diesem Überblick. Es besteht aus Edelstahl und hat als Lauffläche 32 Rollen aus Edelstahl italienischer Fertigung statt eines Lamellenbands. Genau diese Konstruktionsentscheidung macht ein Outdoor-Laufband möglich: kein Gummikern in den Lamellen, keine Beschichtung und kein Motor, der wetterfest verpackt werden müsste.

Veröffentlichte Daten: 190 cm lang, 94 cm breit, 161 cm hoch; Mindestkörpergröße 140 cm, Mindestalter 13 Jahre; erforderlicher Sicherheitsbereich 19 m². Das Gerät ist nach EN 16630:2015-06E zertifiziert, der europäischen Norm für dauerhaft installierte Outdoor-Fitnessgeräte, mit CE-Konformitätserklärung. Netzstrom ist nicht erforderlich. Das Segment sind Parks, Outdoor Fitness Clubs, Hotels und jeder Standort, der ein Laufgerät dort will, wo keine Steckdose ist.

Woodway (USA/Deutschland)

Die Woodway Curve ist das Gerät, das die Kategorie kommerziell etabliert hat. Es ist ein manuelles, nicht motorisiertes Curved-Laufband mit Woodways Lamellenband-Lauffläche, die das Unternehmen mit bis zu 150.000 Meilen angibt. Die veröffentlichten Maße betragen 33 Zoll Breite, 70 Zoll Länge und 72 Zoll Höhe bei einem Gerätegewicht von 355 lb (161 kg) und einer Krümmung von rund 5 %. Für die Version mit Standarddisplay ist kein Strom nötig. Die Garantie beträgt 5 Jahre auf Rahmen und Band, 3 Jahre auf Komponenten. Es ist ein gewerbliches Indoor-Gerät; eine Outdoor- oder Wetterfreigabe veröffentlicht Woodway dafür nicht.

Assault (USA)

Der AssaultRunner ist ein motorloses Curved-Laufband mit einem Lamellenband aus TPU auf einer Lauffläche von 17 × 62 Zoll, ebenfalls mit rund 150.000 Meilen angegeben. Sein Unterscheidungsmerkmal ist die Geometrie: eine ausgeprägte Krümmung von 9 Grad im vorderen Bereich bei nur leichter Krümmung hinten, was das Unternehmen als Voraussetzung dafür beschreibt, kontinuierlich zu beschleunigen, ohne das bremsende Gefühl einer tieferen hinteren Krümmung. Der AssaultRunner ist in gewerblichen Studios und bei Mannschaften weit verbreitet und ein Indoor-Gerät.

TrueForm (USA)

Der TrueForm Runner ist ein nicht motorisiertes Curved-Laufband, in den USA von Hand gefertigt, und wählt bei der Geometrie den entgegengesetzten Weg zu Assault: Er hat die flachste Krümmung der Gruppe, nur 2,5 Zoll (6,35 cm) zwischen höchstem und tiefstem Punkt, was den Laufablauf möglichst nah an das Laufen auf dem Boden bringen soll. Er hat zudem die höchste hier veröffentlichte Belastbarkeit - bis zu 700 lb statisch, 450 lb im Lauf -, eine 20-jährige Rahmengarantie und eine Auswahl an Laufflächen, darunter Gummi, Kunstrasen, Tartan und eine Barfußoberfläche. Strom braucht er nicht. Indoor.

Technogym (Italien)

Technogyms Skillmill ist ein nicht motorisiertes, selbstangetriebenes Curved-Laufband, das ein Widerstandssystem ergänzt, das die anderen nicht haben: Multidrive-Magnetwiderstand mit 11 Stufen, von freiem Lauf bei null bis zu einer Maximalstufe, die das Gerät zum Schlitten- und Krafttrainer macht. Die veröffentlichte Belastbarkeit liegt bei bis zu 180 kg, für Nutzer von 150 bis 210 cm, auf einer Lauffläche von 1680 × 480 mm. Die Konsole versorgt sich selbst. Es ist ein gewerbliches Indoor-Gerät.

Auf einen Blick

Gerät Hersteller Antrieb Lauffläche Werkstoff / Bauweise Widerstand Norm Innen/Außen
iGreenMill Ive Outdoor (PL) Selbstangetrieben, gekrümmt 32 Rollen aus Edelstahl Edelstahl, keine Beschichtung Nur durch den Nutzer EN 16630:2015, CE Außen (dauerhaft)
Curve Woodway (US/DE) Manuell, gekrümmt Lamellenband (bis 150.000 mi) Gewerbliche Indoor-Bauweise Nur durch den Nutzer n/d Innen
AssaultRunner Assault (US) Motorlos, gekrümmt TPU-Lamellenband, 17 x 62 Zoll Gewerbliche Indoor-Bauweise Nur durch den Nutzer n/d Innen
Runner TrueForm (US) Nicht motorisiert, gekrümmt Lamellenband, Oberflächen wählbar Handgefertigt, 20 Jahre auf Rahmen Nur durch den Nutzer n/d Innen
Skillmill Technogym (IT) Selbstangetrieben, gekrümmt Lamellenband, 1680 x 480 mm Gewerbliche Indoor-Bauweise Magnetisch, 11 Stufen n/d Innen

„n/d“ bedeutet, dass der Hersteller diese Spezifikation nicht veröffentlicht.

So treffen Sie die richtige Wahl

  • Ein Park, ein Outdoor Fitness Club, ein Hotelgarten - kurz: draußen. Die Auswahlliste umfasst genau ein Gerät. Sie brauchen eine Maschine, die für dauerhafte Bewitterung gebaut und freigegeben ist, und das heißt in der Praxis: Edelstahl, keine Beschichtung, die abplatzen kann, kein Motor und keine Elektronik im Antriebsstrang - in Europa dazu die Zertifizierung nach EN 16630. In diesem Überblick ist das iGreenMill. Stellen Sie kein Indoor-Lamellenbandgerät unter ein Vordach ins Freie und hoffen Sie auf das Beste: Bandkern, Lager und Konsole sind dafür nicht spezifiziert.
  • Gewerbliche Studiofläche, Sprints und Intervalle. Jedes der vier Indoor-Geräte erfüllt die Aufgabe; entscheiden Sie nach Laufgefühl. Eine steilere Krümmung (Assault) beschleunigt leichter und passt zu wiederholten Sprints. Die flachste Krümmung (TrueForm) kommt dem Laufen auf dem Boden am nächsten und eignet sich für Laufstilarbeit. Woodways Lamellenband gilt seit Langem als gewerblicher Maßstab für Haltbarkeit.
  • Das Laufband soll auch ein Kraftgerät sein. Nur Technogyms Skillmill ergänzt einen stufenweise regelbaren Magnetwiderstand und wird damit zusätzlich zum Schlitten- und Widerstandssprint-Trainer.
  • Schwere Nutzer oder ein sehr gemischtes Publikum. Prüfen Sie die veröffentlichte Nutzerbelastbarkeit: TrueForm gibt hier den höchsten Wert an, Technogym 180 kg. Mehrere Hersteller veröffentlichen dazu überhaupt keine Zahl.

Den größeren Zusammenhang zu Laufgeräten im Freien erklärt unser Ratgeber zu Outdoor-Laufbändern; zur übrigen stromlosen Cardiokategorie siehe Outdoor-Cardiogeräte.

Quellen

Alle obigen Produktdaten stammen aus den öffentlichen Materialien der Hersteller selbst:

Häufige Fragen

Wie funktioniert ein selbstangetriebenes Curved-Laufband?

Es gibt keinen Motor. Die Lauffläche ist ein gekrümmtes Band aus Lamellen oder Rollen, das sich nur dreht, weil der Läufer es mit jedem Schritt nach hinten schiebt. Ein Schritt in Richtung der vorderen Krümmung, und Schwerkraft plus Schrittkraft beschleunigen das Band; ein Zurückgleiten verlangsamt es. Das Band steht in dem Moment still, in dem Sie stehen bleiben - es gibt also keine voreingestellte Geschwindigkeit und kein Not-Stopp-Problem.

Braucht ein Curved-Laufband Strom?

Die Lauffläche nicht. Jedes Gerät in diesem Überblick wird ausschließlich vom Nutzer angetrieben. Manche Indoor-Modelle nutzen eine kleine Batterie oder eine selbst erzeugende Konsole für das Display, doch für den Lauf selbst ist kein Netzstrom nötig. Genau das macht das Curved-Laufband zur einzigen praktikablen Laufbandbauart für einen Park oder jeden Standort ohne Stromanschluss.

Gibt es ein Curved-Laufband für den Außenbereich?

Ja, aber nur eines in diesem Überblick. Das iGreenMill von Ive Outdoor ist ein gekrümmtes, selbstangetriebenes Laufband aus Edelstahl für die dauerhafte Installation im Freien, zertifiziert nach EN 16630. Die Indoor-Geräte von Woodway, Assault, TrueForm und Technogym sind nicht für dauerhafte Bewitterung ausgelegt.

Sind Curved-Laufbänder anstrengender als motorisierte?

Die meisten Läufer empfinden sie bei gleichem gefühltem Tempo als anstrengender, weil man das Band selbst bewegt, statt einem Motor zu folgen. Es gibt keine von der Maschine gesetzte Höchstgeschwindigkeit - deshalb werden sie für Sprints und Intervalle genutzt. Der Preis dafür ist eine Eingewöhnung: Die ersten Minuten fühlen sich ungewohnt an.

Was ist der Unterschied zwischen Lamellenband und Rollenlauffläche?

Die meisten Indoor-Curved-Laufbänder nutzen ein Lamellenband (oft aus Gummi oder TPU), das auf Lagern läuft. Das iGreenMill setzt stattdessen auf Rollen aus Edelstahl, weil ein Lamellenband mit Gewebe- oder Gummikern Jahre aus Regen, Frost und UV-Strahlung im Freien nicht übersteht. Beide Bauarten fühlen sich unter dem Fuß unterschiedlich an und sind für unterschiedliche Umgebungen gebaut.

Wie viel Wartung braucht ein Curved-Laufband?

Deutlich weniger als ein motorisiertes Laufband: Es gibt keinen Motor, keinen Antriebsriemen und keine Elektronik im Antriebsstrang. Indoor-Lamellenbänder sind für sehr hohe Laufleistungen vor einem Wechsel ausgelegt. Ein Outdoor-Gerät aus Edelstahl hat keine Beschichtung, die abplatzen kann, und keinen Motor, der ausfallen kann - das ist der Sinn der Konstruktion.